Kulturliste-Freiburg
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Herzlich willkommen auf der Homepage der Kulturliste Freiburg -  kult

kult  steht für kreativ, unabhängig, lebendig, transparent!

Wir sind eine Gemeinschaft mit ganz unterschiedlichen Berufen und Berufungen, die sich in der Kulturliste zusammengefunden hat. Uns vereint die Sorge um eine humane Stadtentwicklung. Die Kulturliste Freiburg – kult ist eine unabhängige Liste, die sich die stärkere Förderung von Kunst und Kultur zum Ziel gesetzt hat. Kultur ist die Basis unserer Stadt.

Alle Freiburgerinnen und Freiburger sollen an Kunst und Kultur gleichermaßen teilhaben können.

Kultur schließt unserer Meinung nach die Sorge um das gesamte städtische Leben mit ein!

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POLITISCH KULTURELLER JAHRESAUFTAKT 2017 Druckbutton anzeigen?

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897 Jahre Freiburg – Zeit zum um die Ecke zu denken

Die Unabhängigen Listen laden herzlich
zum politisch-kulturellen UL-Jahresauftakt 2017 ein

Dienstag, 24. Januar 2017 ab 18 Uhr
Weinschlösschen – Elisabeth Schneider Stiftung – Wilhelmstraße 17a

Musik: ORIENT trifft OKZIDENT
Shaffan Soleiman / Oud
Ranjith Gunatilleke / Tabla
Werner Englert / Saxophon

Denkanstöße:
Atai Keller – Michael Moos – Irene Vogel

Fraktionsgemeinschaft UL3 – Unabhängige Listen Freiburg –
Linke Liste–Solidarische Stadt – Kulturliste Freiburg-Kult – Unabhängige Frauen Freiburg
79098 Freiburg – Rathausplatz 2-4 – Telefon 0761-2011870
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UL-Presseerklärung-17/01/2017 Druckbutton anzeigen?

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Vorstand Kulturliste Freiburg Druckbutton anzeigen?


Christoph Schneider - Brigitte von Savigny - Michael Ott - Angelika Fabry-Flashar
Atai Keller - Margot Degand - Rolf Störtzer (von links nach rechts)


 
Rede von Atai Keller im Gemeinderat am 6.12.2016 - Gestaltungsbeirat Druckbutton anzeigen?

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Zuhörerschaft,

Im Juli 2008 luden die Unabhängigen Listen, damals noch in der „Post-Schmelas Zeit“, zu einer Veranstaltung in die Gertraud Luckner Schule unter dem Titel „Wer bestimmt das Freiburger Stadtbild“ ein. Neben verschiedenen Vertretern/innen aus dem Bau-Leben der Stadt waren auch der damalige Leiter des Stadtplanungsamtes Wulf Daseking und Tanja Flemming vom Gestaltungsbeirat Regensburg auf dem Podium. Wulf Daseking prägte damals den Begriff von der „POMMFRITISIERUNG der Städte“; gemeint war die fortschreitende Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes. In dieser Veranstaltung wurde von uns und anderen die Forderung erhoben, Freiburg brauche dringend einen Gestaltungsbeirat, um eine Qualitätssicherung bei Bauprojekten zu gewährleisten. Von uns war das durchaus weit gefasst. Es gingen dann doch noch 6 weitere Jahre ins Land bis der Gestaltungsbeirat seine Arbeit in Freiburg aufnehmen konnte. Seit 2011 haben wir auch wieder einen Baubürgermeister, der sich dann für den Gestaltungsbeirat einsetzte und das Gremium so mit unserer aller Hilfe auf den Weg brachte.
Nun haben wir das Rad damit sicherlich nicht erfunden, Lörrach hat einen solchen Rat schon seit 2009, ebenso Regensburg, schon abgewandelt seit 1998 und mit neuer Satzung 2012, inzwischen haben etliche Städte in NRW und auch in Baden Württemberg solche Gestaltungs-Beiräte. Und es lohnt sich, einmal die Aufgaben in den Satzungen genauer anzusehen, da gibt es nämlich Unterschiede. So habe ich in der Satzung des Mannheimer Gestaltungsbeirats folgende Formulierung gefunden: „Zu behandelnde Vorhaben: Bei allen Vorhaben, die aufgrund ihrer Größenordnung und Bedeutung für das Stadtbild prägend in Erscheinung treten, ist die Beurteilung durch den Gestaltungsbeirat obligatorisch.“
In Stuttgart, meine Damen und Herren, wird im Januar 2017 das erste Mal der neue Gestaltungsbeirat seine Arbeit aufnehmen. Dieser hat dann 8 feste Mitglieder und verpflichtet sich neben Bauprojekten auch bei Gestaltungsfragen des ÖFFENTLICHEN RAUMES und bei der Erstellung und der GESTALTUNG VON GANZEN GEBIETEN oder Arealen seine Stimme zu erheben. Dieses, so wurde mir versichert, hat der Stuttgarter Gemeinderat ganz bewusst angelegt, da Gestaltungsfragen eben nicht nur Bauvorhaben und Gebäude betreffen.

Erstaunlicherweise wirbt die Stadt FREIBURG jetzt auf ihrer Homepage – www.freiburg.de/pb/,Lde/410073.html
 – mit dem Gestaltungsbeirat, und zwar mit einem Foto, auf dem die Mitglieder dessen auf dem Platz der alten Synagoge Recherche betreiben. Damit wird suggeriert, der Gestaltungsbeirat habe dort ein gewichtiges Wort mitgeredet.
Dem ist aber nichts so, oder ist Ihnen, verehrte Kolleginnen und Kollegen, eine Stellungnahme des Gestaltungsbeirats zum Platz der alten Synagoge bekannt? Auch sehen wir auf der Seite ein Foto des Platzes vor dem alten Zollhallengebäude, der nun meiner Meinung nach wirklich nicht der Gestaltungshöhepunkt einer gelungenen Platzgestaltung ist, auch hier entsteht der Eindruck, der Gestaltungsbeirat habe damit zu tun.
Einen anderen Fall will ich Ihnen hier noch erzählen: Eines frühen Morgens treffe ich zufällig in der Kirchstraße die Mitglieder des Gestaltungsbeirates mit Herrn Engel vom Baurechtsamt in der Diskussion über die bemalte Hausfassade, die von Tom Brane gestaltet wurde.
Gut so! Aber was ist daraus geworden? Auch hier gab es keine offiziell verwertbare Stellungnahme des Gestaltungsbeirates. Will sagen, neben der absolut verdienstvollen Arbeit des Freiburger Gestaltungsbeirates und seiner Mitglieder in den letzten zwei Jahren – die Vorlage zählt ja die geleistete Arbeit in Detail im Einzelnen auf, was sicherlich die Diskussion um ein qualitätsvolles Bauen in der Stadt neu angeregt hat – gibt es vielleicht thematisch noch Luft nach oben.
Der Begriff „Bauvorhaben“ aus der Freiburger Satzung des Gestaltungsbeirates ist durchaus zu erweitern in Richtung des städtischen öffentlichen Raumes und der Überplanung von Gebieten als städtebauliche Maßnahmen.
Auch das Architekturforum hat sich in dieser Weise geäußert. Gerade durch die aktuellen Veränderungen im Baugesetzbuch und die Ausrufung der neuen „urbanen Gebiete“ werden der Stadt neue Möglichkeit gegeben, wie die zukünftige bauliche Zusammenführung von Wohnen und Arbeiten gestaltet werden kann.


Und ein letzter Punkt: In der Freiburger Satzung steht ausdrücklich vermerkt, dass die Befassung von Bauvorhaben durch den Gestaltungsbeirat auch durch ausdrücklichen Beschluss des Bau- und Umlegungsausschusses herbeigeführt werden kann.
Der Gemeinderat kann sich also auch aktiv in die Themen des Gestaltungsbeirates einschalten. Das sollten wir dann auch wahrnehmen, trauen Sie sich, meine verehrten Kolleginnen und Kollegen!
Wir unterstützen die Vorlage mit Freude.

Atai Keller - Stadrat in der UL für die Kulturliste Freiburg - kult -