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Herzlich willkommen auf der Homepage der Kulturliste Freiburg KULT
Kult steht für kreativ, unabhängig, lebendig, transparent.
Wir sind eine Gemeinschaft mit ganz unterschiedlichen Berufen und Berufungen, die sich in der Kulturliste zusammengefunden hat. Uns vereint die Sorge um eine humane Stadtentwicklung. Die Kulturliste Freiburg – kult ist eine unabhängige Liste, die sich die stärkere Förderung von Kunst und Kultur zum Ziel gesetzt hat. Kultur ist die Basis unserer Stadt. Alle Freiburger/innen sollen an Kunst und Kultur gleichermaßen teilhaben können. Kultur schließt unserer Meinung nach die Sorge um das gesamte städtische Leben mit ein. Wir sind gegen die zunehmende Privatisierung städtischen Eigentums und gegen den so genannten Masterplan der schwarz/grünen Allianz, der uns in Zukunft wie ein enges Korsett die politischen Handlungsspielräume zuschnüren wird.
Gerade in kommenden Krisenzeiten brauchen wir Investitionen in Kultur und Bildung. Wir sind für den Ausbau der kulturellen Vielfalt, - sie ist ein Markenzeichen der Stadt -, für eine fach- und sachgerechte Stadtplanung mit Konzepten und Augenmaß und wir stehen für die Wiedereinführung des Baudezernates. Wir sind gegen die weitere Kommerzialisierung der Innenstadt und für die Schaffung von öffentlichen Räumen. Wir sind für die Pflege der Tradition und der Stadtgeschichte, in der die Daseinsvorsorge für alle Bürger/innen einen festen Platz hat. Wir sind für den Ausbau der Jugendkultur im Stadtgeschehen. Für Windräder sollen neue Standorte gesucht werden. Kunst und Kultur sollten sich zwischen Wahrung des Bestandes und Erneuerung bewegen. |
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Input-Rede anlässlich der UL3-Auftaktveranstaltung am 18.1.2012 in der Galerie Schneider |
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Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
Kultur braucht Räume und Bühnen zur Entfaltung, unter dieses auch nicht gerade neue Motto hat der Oberbürgermeister die wenigen Ausführungen zur Kultur in seiner Neujahrsrede gestellt und er sprach immerhin von der Kulturstadt Freiburg. Angesprochen wurden E-Werk, Theater Freiburg, Kunstdepot und Augustinermuseum. Wieviel seine Ausführungen wert sind, weiß man spätestens nach seiner Erwähnung der Kulturhauptstadtbewerbung im letzten Jahr, die er dann im Juni so glorreich mit seinem Basta für sich beendet hat.
Aber meine Damen und Herren, genau das zeigt die Schwierigkeit auf, welche die Kulturpolitik in Freiburg aufweist. Es werden nur Dinge weiter auf den Weg gebracht, die ihren Anfang schon in den 80/90er Jahren nahmen (E-Werk-Sanierung nach 15 Jahren Wartezeit) oder die als Grundversorgung in Freiburg auch nicht mehr wegzudenken sind und von einem breiten bürgerlichen Kulturpublikum getragen werden (die Sanierung des verdienstvollen Stadttheaters und der durchaus sehr gelungene 2. Bauabschnitt Augustinermuseum).
Es fehlt eine mutige, ideenreiche und vor allem aktuell politische Ausrichtung in der Kulturpolitik, für die der Kulturbürgermeister schon lange nicht mehr den nötigen Spielraum hat. Und es sind nie große Würfe, die für die Stadt prägend sein könnten! Die momentane Kulturpolitik richtet sich nach Kürzungswellen auf die Verwaltung und Sicherung der berühmten Freiburger Vielfalt ohne etwas wirklich Neues anzustoßen. War die Ära Böhme durch Befriedung sozialer Bewegungen und dem Aufbau einer kulturellen Infrastruktur gekennzeichnet, so wird die Ära Salomon gekennzeichnet sein, höchstens durch Erhaltung im Bestand und Konzentration der Verwaltung - will heißen - damals wurde noch gestaltet, heute wird nur noch verwaltet. Auch ein Ensemblehaus und ein Literaturhaus, so wichig sie sind, gehören da in eine Bestandssicherung. |
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