Kulturliste-Freiburg
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Herzlich willkommen auf der Homepage der Kulturliste Freiburg -  kult

kult  steht für kreativ, unabhängig, lebendig, transparent!

Wir sind eine Gemeinschaft mit ganz unterschiedlichen Berufen und Berufungen, die sich in der Kulturliste zusammengefunden hat. Uns vereint die Sorge um eine humane Stadtentwicklung. Die Kulturliste Freiburg – kult ist eine unabhängige Liste, die sich die stärkere Förderung von Kunst und Kultur zum Ziel gesetzt hat. Kultur ist die Basis unserer Stadt.

Alle Freiburgerinnen und Freiburger sollen an Kunst und Kultur gleichermaßen teilhaben können.

Kultur schließt unserer Meinung nach die Sorge um das gesamte städtische Leben mit ein!

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UL-Presseerklärung-17/02/2017 Druckbutton anzeigen?

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Vorstand Kulturliste Freiburg Druckbutton anzeigen?


Christoph Schneider - Brigitte von Savigny - Michael Ott - Angelika Fabry-Flashar
Atai Keller - Margot Degand - Rolf Störtzer (von links nach rechts)


 
Rede von Atai Keller im Gemeinderat am 14.02.2017 - Gemeinderat Druckbutton anzeigen?

Gemeinderat am 14. Februar 2017 - Rede von Atai Keller

Zur Förderung und Handlungsempfehlungen "Kultur und Kreativwirtschaft" in Freiburg

Sehr geehrte Herr Oberbürgermeister,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Freiburg bewegt sich, Freiburg erhebt sich, es fehlt eigentlich noch Freiburg steht auf oder Freiburg, auf die Barrikaden! Im Finden von Überschriften war die FWTM noch nie bescheiden, aber dieses Mal hat sie durchaus den Nagel auf den Kopf getroffen. Was in anderen Städten längst ein bewährtes Wirtschaftsförderprogramm mit eigenen Abteilungen oder Kompetenzzentren ist, hat die FWTM in der Spätzeit ihres obersten Wirtschaftsförderers als ihr eigenes Aufgabenfeld entdeckt, zugegeben, es hat lang gedauert bis diese teure Tochter der Stadt eine bundesrepublikanische Entwicklung endlich dankenswerter Weise aufgegriffen hat. Dann ging es aber auch rasant voran. So schnell, dass es der Verwaltung schon fast wieder zu schnell geht, anders kann man die zögerlichen Empfehlungen der Verwaltung nicht verstehen, „die Verwaltung kann im Grundsatz die Empfehlungen des Steuerkreises Kultur-und Kreativwirtschaft nachvollziehen und begrüßt die Umsetzung einiger zentraler Maßnahmen durch die FWTM“. Geht so Euphorie? Dabei hat die FWTM doch nur einen angestrebten Handlungsstrang des Freiburger Kulturkonzeptes aus dem Mai 2009 aufgegriffen.
Na gut, die Euphorie muss mal wieder von uns kommen. Und da ist durchaus große Zustimmung mit einer Portion begleitender Beratung angesagt. Die Empfehlungen des Steuerkreises wurden nach der Durchführung von erfolgreichen Workshops in 4 Arbeitsfelder aufgeteilt, die jetzt aktuell als Ziele formuliert sind. Dabei sind unter anderem genannt: Die Verbesserung der Rahmenbedingungen der Kultur-und Kreativwirtschaft in der Sichtbarkeit, die Vernetzung der Teilmärkte untereinander und deren Steuerung, die Beratung und Qualifizierung, die Vermittlung von Räumen, unter Einbeziehung der Wirtschaftsförderung, der Liegenschaftsverwaltung, der Stadtplanung und der Kulturverwaltung.
Als konkrete Maßnahmen sind bereits umgesetzt eine 0,8 Stelle bei der FWTM und die dazu gehörenden Sachmittel. Es kann also losgehen, wobei dieses nur der Anfang sein kann. Des Weiteren empfiehlt der Steuerkreis, eine passgenaue Konzeption der mittelfristigen Förderung der Kultur und Kreativwirtschaft mit differenzierten Zielen und Schwerpunkten unter Einbeziehung der Akteure zu entwerfen. Das heißt der Prozess ist eingeleitet und ist als ein Schwerpunkt der FWTM innerhalb der zukünftigen Wirtschaftsförderung ausgerufen. Als Punkt 4 der Maßnahmen soll es einen Beirat geben der die ganze Entwicklung begleiten soll. Dieser Beirat, da kann ich dem Kollegen Simms nur voll und ganz zustimmen, soll ein begleitendes, aber auch ein gewichtendes Gremium sein, durchaus bestückt neben den Vertretungen der beteiligten Ämter und Akteuren mit dem Oberbürgermeister und einer Anzahl von Gemeinderäten. Nur so kann der Prozess mit optimalem Lauf von statten gehen. Mit dem Beirat wird sich ja dann der Aufsichtsrat der FWTM näher beschäftigen.
Wir wünschen uns also jetzt einen zügigen Beginn der Fördermaßnahmen, dazu sollte schon im nächsten Kulturausschuss ein Bericht über die aktuellen Aufgaben der eingerichteten Stelle für 2017 gehören. Wir wünschen uns aber auch eine deutliche Zusammenarbeit und einen weiterhin guten Austausch zwischen FWTM und dem Kulturamt der Stadt, wie es in der Entwicklungsphase der Fall war. Dass die Lockhalle nicht alles ist, was zu einem Förderkonzept der Kultur-und Kreativwirtschaft gehört, brauche ich eigentlich nicht zu betonen. Der 'Kreativpark Lockhalle' ist ein wichtiger Impuls, die schnelle Umsetzung war von allen gewollt, ob sie zum Erfolg führt, wird sich noch zeigen, die Anfangsschwierigkeiten und die aktuell zu hohen Mieten der einzelnen Arbeitsplätze werden uns vielleicht noch beschäftigen. Aber genauso wichtig ist die Entwicklung weitere Quartiere, wie zum Beispiel im Schildacker, wo es momentan noch mehr Unterstützung von planerischer Seite braucht. Die Arbeit der Kreativpioniere um Frau Hohorst kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Da muss ganz konkret über unterstützende Entwicklungsmaßnahmen gesprochen werden! Und auch die Unterstützung dezentraler Standorte und zeitlich begrenzte Nutzungen gehören zur zukünftigen Aufgabe des Clusters Kultur-und Kreativwirtschaft, will sie zu einem dauerhaften Erfolg der neuen Sparte Wirtschaftsförderung gehören.

Atai Keller
Stadtrat in der UL für die Kulturliste – kult –