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vision2020Am 19. Mai 2009 fand im Morat-Institut eine Informationsveranstaltung mit dem Titel „Vision 2020. Kulturhauptstadt: ein Gewinn für Freiburg“ statt.

Atai Keller (kult) brachte im Herbst 2007 die Idee auf, die Stadt Freiburg solle sich um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2020“ bewerben. Der Gemeinderat beschloss Ende 2008 die Erarbeitung eines Bewerbungskonzepts und stellte dafür 60.000 € im Doppelhaushalt 2009 / 2010 zur Verfügung.

Auf Einladung der Kulturliste kamen im Mai 2009 zwei hochkarätige Referenten nach Freiburg:
Edda Rydzy war Geschäftsführerin der Deutschen Vereinigung der Europäischen Kulturstiftung. Sie leitete federführend das Projekt „Europäische Kulturstädte in Deutschland und Ungarn“.

Jürgen Fischer ist seit 2007 Programmkoordinator der RUHR.2010 GMBH. Von 2002 bis 2006 war er Leiter des Bewerbungsbüros „Kulturhauptstadt 2010“ und zuvor Projektleiter des Theaterfestivals Ruhr.

Frau Rydzy führte aus, daß eine Bewerbung neben Imagegewinn und Tourismusförderung vor allem positive Auswirkungen auf langfristige Kulturkonzepte, nachhaltige Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung und regionale Vernetzung bringen kann. Dabei sei der Weg das Ziel. Themenschwerpunkte könnten beispielsweise „Bildung“ oder „Sicherung natürlicher Lebensgrundlagen“ sein.

Herr Fischer erläuterte den Ablauf einer Bewerbung anhand des konkreten Beispiels der Stadt Essen unter Einbeziehung des gesamten Ruhrgebiets. Gleich zu Beginn habe man möglichst viele Partner in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft gesucht und gefunden. Man habe kein Festival-, sondern ein langjähriges Entwicklungskonzept erstellt. Für 2010 rechnet er mit 6 Mio Besuchern. An den Kosten von 65 Mio € beteiligen sich Bund, Land, mehrere Städte des Ruhrgebietes, die EU und private Sponsoren.

Nach beiden Vorträgen entspann sich eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum.

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